Spendenaufruf Winterschuhe

Die Vereinskassierin Katharina Müller-Herrenschwand ist über Pfingsten 2019 nach Brüssel gereist, um dort in der Schweiz abgewiesene Asylsuchende zu besuchen (zum Bericht http://giveahand.ch/files/giveahand/PDF/Neu/Bruessel2.pdf). 

Kontakte mit Freiwilligen in Belgien haben gezeigt, dass für den anstehenden Winter noch dringend warme Schuhe für die Geflüchteten benötigt werden! Wenn Sie Winterschuhe haben, die Sie gerne spenden möchten, bringen Sie diese am 02. und 16. November zwischen 10 und 15 Uhr zum Büro von Give a Hand in Moosseedorf (Sandstrasse 5, Erdgeschoss). Benötigt werden Winterschuhe für Männer bis Grösse 41 und für Frauen bis 39.

Herzlichen Dank!  

 

Ein Docu-Comic gegen die Not in der Nothilfe

Hunderte eritreische Asylsuchende wurden und werden seit den Praxisverschärfungen vom SEM und vom Bundesverwaltungsgericht in ein unwürdiges und perspektivloses Dasein katapultiert. Es nennt sich "Nothilfe-Regime" und hat das Ziel, die Betroffenen mittels Arbeitsverbot, Ausschluss aus der Asylsozialhilfe, der erneuten Unterbringung in straff geführten Not- oder Kollektivunterkünften sowie Einschränkungen in ihrer Bewegungsfreiheit zum Verlassen der Schweiz zu "ermutigen". Zwangsweise zurückgeführt werden können sie nicht, weil die eritreische Regierung die mittellosen Rückkehrer*innen nicht will, ins benachbarte Ausland ausweichen ist wegen der Dublin-Verordnung auch keine Option. Trotzdem versuchen es Betroffene immer wieder, denn zu verlieren haben diese Frauen, Männer und Kinder buchstäblich nichts mehr.

Die in der Schweiz Verbliebenen werden so nach Jahren der Integration aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen, ohne Aussicht darauf, dass sich ihre Lage demnächst verbessern könnte.

So erging es auch Kidane (Name geändert), dessen Geschichte nun ein Docu-Comic der deutschen Zeichnerin Barbara Yelin nacherzählt.https://unsichtbarcomic.tumblr.com/

Den Docu-Comic gibt es auch als 40seitiges, farbig gedrucktes Büchlein. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: http://giveahand.ch/files/giveahand/PDF/Neu/Unsichtbar_gedruckt.pdf

Offene Propaganda der eritreischen Regierung in Burgdorf

Schon lange macht der Verein Give a Hand.ch auf die Aktivitäten von Regimetreuen Eritreer*innen hier in der Schweiz aufmerksam. Gemeinsam mit rechtsbürgerlichen Politiker*innen befeuern sie mit ihrer apologetischen, regimefreundlichen Propaganda nicht nur die Ressentiments vieler Schweizer Bürger gegen die neu Angekommenen Flüchtlinge, sondern sie kontrollieren und überwachen sie im Auftrag der Regierung und des eritreischen Konsulats auch hierzulande, indem sie zum Beispiel die umstrittene 2%-Steuer eintreiben helfen oder Asylsystem als Dolmetscher*innen und Betreuer*innen in den Asylzentren direkt unterwandern. Wichtig für das eritreische Selbstverständnis sind kulturelle Anlässe; insbesondere die Musik spielt seit den Zeiten der Unabhängigkeitsbewegung eine identitätsstiftende Rolle. So veranstaltet die Exilorganisation der eritreischen Einheitspartei PFDJ, die YPFDJ, auch in Europa, den USA und Israel regelmässig Festivals, bei denen nicht nur bekannte Musiker*innen auftreten, sondern oft auch Konsulatsangestellte sowie Exponenten der Regierung aus Eritrea selbst zu den Gästen sprechen.Insbesondere jugendliche Asylsuchende werden unter dem Deckmantel, ein bisschen Heimat auch hier in der Schweiz vorfinden zu können, zu diesen Festivals gelockt. Eine solche als "eritreisches Kulturfestival" getarnte Veranstaltung fand im Juli 2019 in der Markthalle in Burgdorf statt. Der Tipp für die daraufhin erfolgte Rundschau-Recherche kam auch diesmal wieder von Give a Hand.ch.https://www.srf.ch/news/schweiz/eklat-um-ministerbesuch-eritrea-brueskiert-die-schweiz

Aktuelles

Und einmal mehr kam der entscheidende Tipp von Give a Hand.

Rundschau Beitrag

Und warum dies möglich ist, zeigt die Geschichte von Eritrea.

Geschichte von Eritrea

News

Die Geschichte Eritreas ist komplex und vielschichtig. In einem kurzen Abriss, der selbstverständlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, hat unsere Beraterin Annelies Djellal-Müller aufzuzeigen versucht, weshalb noch immer so viele Menschen aus dem kleinen Land am Horn von Afrika flüchten und weshalb sich mittlerweile nicht mehr bloss unverbesserliche Nostalgiker wie Hans-Ulrich Stauffer und Toni Locher, sondern auch rechtsbürgerliche Politiker wie Sabina Geissbühler dazu hingeben, die stramm sozialistische Einparteiendiktatur in Eritrea zu verteidigen.

Geschichte Eritreas